Vom 20. August bis zum 2. September 2026 reiste ich mit 4 vollen Koffern allein nach Uganda, um das Kindercamp von Celebrate Hope Ministries zu unterstützen und möglichst viele unserer Patenkinder persönlich kennenzulernen. Nach einer Nacht in Entebbe ging es am 21.08. Richtung Süden-nach Sanje. Ich war nach über 2 Jahren wieder zurück und vieles fühlte sich sehr vertraut für mich an.
Ich begann meine Reise direkt mit den ersten Besuchen der Patenfamilien aus Minziiro. Dort hatte ich die Möglichkeit sehr viele Patenkinder an der Schule in der Dorfmitte zu treffen. Dank einer Spende über 10 Fußbälle durch das Sporthaus Kaps in Oberbiel, konnte ich bereits den ersten Ball an eine Lehrerin dieser Schule übergeben.
Am Sonntag startete nach dem Besuch des Gottesdienstes in Kakuuto, das von langer Hand vorbereitete und durch CHG gesponserte Kindercamp, an dem 213 Patenkinder teilnahmen. Die Kinder erhielten biblischen Unterricht- sie wurden zu Kingdom-buildern ausgebildet und lernten, wie sie mit ihren Fähigkeiten und Talenten dazu beitragen können, Gottes Reich auf der Welt weiter auszubauen. Sie wurden medizinisch untersucht und wurden in Erster Hilfe geschult. Außerdem hatten die Kinder bei einem Bastelnachmittag sowie bei verschiedenen Sportangeboten viel Spaß und gemeinsame Zeit. Ein besonderer Moment war die Sing- und Tanz-Talentshow, bei der die Kinder ihre Fähigkeiten zeigen konnten und gleichzeitig eine Vorauswahl der Kinder für die Chortour 2028 getroffen wurde. Meine Patenkinder waren ebenfalls Teilnehmer im Camp und ich hatte somit viel Zeit mit ihnen.
Für viele Kinder wurde die Patenschaft während des Camps reell und greifbar: Durch FaceTime-Anrufe konnten einige Kinder ihre Paten in Deutschland zum ersten Mal persönlich kennenlernen. Aus einem Foto oder einem Namen wurde plötzlich ein echtes Gesicht. Die Freude auf beiden Seiten war dabei deutlich zu spüren und hat gezeigt, wie wertvoll persönliche Begegnungen für eine Patenschaft sein können.
Nachdem das Camp erfolgreich abgeschlossen wurde, besuchte ich zahlreiche Patenfamilien direkt in ihren Dörfern. Dadurch konnte ich die Kinder in ihrem Zuhause erleben und einen Eindruck von ihren Lebensbedingungen bekommen. Besonders beeindruckt haben mich die Wasserauffangbecken, die durch die Unterstützung der Evangelischen Kirche im Rheinland für viele Familien ermöglicht wurden. Vor Ort konnte ich sehen, welchen praktischen Nutzen diese Hilfe für die Menschen hat.
Außerdem durfte ich Patengeschenke, Essenspakete, Matratzen und Bettbedarf, Kleidung, Schuhe und Fahrräder, sowie die restlichen Fußbälle an viele verschiedene Familien und Kinder verteilen. Bei einer Familie fragte ich das Kind, ob es denn einen Wunsch hätte, und die Antwort hat mir die Tränen in die Augen getrieben- ein Brot. Diese und andere Momente haben mich demütig und dankbar gemacht, für das was wir haben und auch für das, was wir bereits in Uganda bewegen konnten. Eine Familie hat aus Dankbarkeit für meinen Besuch für mich getanzt, viele haben mir Geschenke wie Eier, Bananen, ein Huhn, eine Wassermelone oder ein gekochtes Mittagessen gegeben. Durch die Unterstützung des Frauenkreises in Greifenstein konnten zusätzlich viele sehr alte und alleinstehende Menschen mit Essenspaketen versorgt werden. Die Dankbarkeit und Herzlichkeit, die mir dabei entgegengebracht wurden, haben mich tief berührt. Diese Dankbarkeit möchte ich gerne an alle Unterstützer in Deutschland weitergeben.
Wertvoll war auch die gemeinsame Zeit mit den Sozialarbeitern, als wir zusammen durch die Wildnis getuckert sind und viele Gespräche führten. Wir konnten verschiedene Patenschaften besprechen, offene Fragen klären und uns über die weitere Zusammenarbeit austauschen. Gleichzeitig bekam ich die Gelegenheit, die Entwicklung wichtiger Projekte vor Ort zu sehen. Besonders beeindruckend war, wie stark sich die Kaffeefabrik inzwischen entwickelt hat. Auch die beiden Schulen, die durch unsere Fördergelder unterstützt werden, konnte ich besuchen und sehen, wie schön sie sich entwickelt haben. Hier wurden bereits neue Ideen gefasst, an die wir zukünftig anknüpfen möchten.
Meine Reise hat mir gezeigt, dass Unterstützung ganz konkret bei den Menschen ankommt. Hinter jeder Patenschaft, jeder Spende und jedem Projekt stehen Kinder, Familien und Menschen mit ihren ganz persönlichen Geschichten. Ich bin nach Uganda gereist, um zu helfen und etwas zurückzugeben – und bin selbst mit unzähligen Begegnungen, Eindrücken und großer Dankbarkeit nach Hause zurückgekehrt. Von Herzen danke ich allen, die diese Arbeit durch Patenschaften, Spenden, Gebete und persönliche Unterstützung möglich machen.
Tina Dietermann